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Ein Rückblick auf "Dresden - Fit4Congress: Neue Veranstaltungsformate"

"Dresden - Fit4Congress" ist unsere Weiterbildungsreihe für Marketingverantwortliche aus Unternehmen, für Wissenschaftler und Professoren, die Tagungen und Kongresse in Dresden organisieren. Am 8. März haben wir die Möglichkeiten, Chancen und Herausforderungen von neuen Veranstaltungsformaten mit ihnen diskutiert - und das Ganze in einem neuen Format...

Was vor 10 Jahren noch Zukunftsmusik war, ist heute problemlos denkbar. Mit Technisierung und Digitalisierung wird auch die Tagungs- und Kongressbranche auf ein neues Niveau gehoben. Es tauchen Themen auf wie hybride Events, virtuelle Tagungseinheiten, die Vernetzung von virtuellen Räumen oder der Wunsch nach stärkerer Partizipation der Teilnehmer. Mehr Interaktion! Die re:publica hat das beispielsweise seit ihren Anfängen 2007 in Berlin vorgemacht und sie steht seitdem prototypisch für den gesellschaftlichen Wandel durch Digitalisierung - vor allem auch in der kreativen Umsetzung des Veranstaltungsformates selbst.

Zunehmend verzichten Kongressveranstalter bewusst auf bestehende Konventionen und starre Konzepte; setzen dagegen auf Emotionalisierung, Offenheit und Interaktion. Auch die CEBIT erfindet sich in diesem Jahr neu und verändert sich zum Innovationsfestival. Die klassische Konferenz war gestern; heute wird festivalisiert und eventisiert. Formate wie „Fishbowl“, „World Café“ oder „Ignite“ sind dafür Mittel zum Zweck. Es geht klar um die Veranstaltungs-Vermarktung, um die Gewinnung neuer Teilnehmer – Stichwort Generation Y – es geht heute darum nachhaltig Aufmerksamkeit zu erregen?! Und wie war es bislang? Unser Dachverband, das German Convention Bureau hat mit der Initiative "Future Meeting Space" genau das aufgegriffen und mal einen kleinen historischen Abriss veröffentlicht: 

Aber ist das alles neu und anders und muss es immer mit dem Trend sein? Wie passt das zu den wissenschaftlichen Konferenzen? Welche Herausforderungen sind damit gegeben? Und wo geht die Reise des „Trendzuges“ noch hin? – darüber diskutierten wir mit ganz unterschiedlichen Gästen aus der Veranstaltungs- und Tagungsbranche, über ihre Pros und Contras. Und das Ganze im klassischen Hans-Nadler-Saal im Herzen von Dresden, im Residenzschloss, bei leckeren Snacks vom "Markt" des Hilton Dresden. Unser neues Set-up kennt der eine oder andere vielleicht aus dem MDR Talkformat "Riverboat"... 

Unsere Talk-Gäste und ihre Statements waren:

Saskia Rudolph & Tom Wonneberger, Querdenkerin & Hinterfrager im Verein lassesunstun e.V., Veranstalter der „TUN 2017 – das Konfestival“

„Lassesunstun! Wer, wenn nicht wir? Wo, wenn nicht hier? Wann, wenn nicht jetzt? - Über den Mut, neue Wege zu gehen.“

Daniela Kreissig, Eventmanagerin, Netzwerkerin und Coach, Veranstalterin des „Unternehmerinnen Kongresses Dresden“

„Möglichst jede Veranstaltung sollte zur vorherigen etwas anders sein. Das muss nicht immer das große Feuerwerk sein, auch scheinbar kleine Dinge tragen dazu bei, dass Kongressteilnehmer begeistert sind."

Prof. Dr. Ines Hofinger, Professorin an der HTW Dresden, Fakultät Maschinenbau, Veranstalterin der „Internationalen Schienenfahrzeugtagung“

„Wissenschaftliche Tagungen bieten für Vortragende eine Plattform, um sich mit ihren Arbeiten zu präsentieren. Teilnehmer wollen die Neuigkeiten der Branche aus erster Hand erfahren und mit anderen Experten diskutieren.“

Jörg Herrmann, Geschäftsführender Gesellschaft der Kongressagentur K.I.T. Group GmbH Dresden

„Neue, moderne Präsentationsformen sind anders und gelegentlich sogar spannend und interessant. Für wissenschaftliche Kongresse müssen sie jedoch modifiziert werden, um eine Chance zu bekommen.“

Andreas Schanzenbach, Geschäftsführer und Vordenker der Kreativagentur CROMATICS GmbH 

"Trends markieren Veränderungen, die uns schon lange prägen und auch noch lange prägen werden. Die Megatrends wirken in jedem einzelnen Menschen und umfassen alle Ebenen der Gesellschaft. Wer also auch in Zukunft seine Ziele als Kongressveranstalter erreichen möchte, muss sich mit den relevanten Trends seiner Branche auseinandersetzen. Die Bewertung möglicher Veränderungen, muss aber zwingend nur aus der Perspektive der Teilnehmer getroffen werden, dafür benötige ich wiederum konkrete Einblicke in die Lebensrealität dieser Personas."

Die spannende Diskussion und die Veranstaltung selbst kann noch einmal via @DresdenMeetings unter #F4C nachgeschaut werden.

Wer gerne mehr erfahren will, welche neuen Veranstaltungsformate und Set-ups es gibt, wir haben da etwas vorbereitet: Hier geht es zum Handout der Veranstaltung.

(Text: Susan Maiwald)